| Notater |
- Karl kam als dritter Sohn des Gro?herzogs der Toskana und sp?ateren Kaisers Leopold II. zur Welt und war der j?ungere Bruder von Kaiser Franz II. (I.). Wegen seiner Epilepsie war er zuerst f?ur den geistlichen Stand bestimmt, er interessierte sich aber viel mehr f?ur alles Milit?arische. Karl wurde nach dem Tod seiner Eltern von seiner kinderlos gebliebenen Tante Erzherzogin Marie Christine und deren Mann Albert von Sachsen-Teschen adoptiert.
1793/94 wurde er Generalgouverneur der ?osterreichischen Niederlande; von 1796 bis 1800 war er Kommandant ?osterreichischer Armeen in S?uddeutschland, Norditalien und der Schweiz. Ab 1801 bekleidete er dann das Amt des Pr?asidenten des Hofkriegsrates und war bedeutender Reformer des kaiserlichen Heeres (Abschaffung der lebensl?anglichen Milit?ardienstzeit, Aufstellung der ?osterreichischen Landwehr, Einrichtung von Armeekorps), wobei er von seinem j?ungeren Bruder Erzherzog Johann unterst?utzt wurde.
In den Koalitionskriegen war er Generalissimus und besiegte Napoleon Bonaparte in der Schlacht bei Aspern und in der Schlacht bei Wetzlar, verlor jedoch die Schlacht bei Wagram und schloss den Waffenstillstand von Znaim, wof?ur er von Franz I. suspendiert wurde. Danach zog er sich ins Privatleben auf Schloss Weilburg bei Baden zur?uck. Nach dem Wiener Kongress heiratete er Prinzessin Henriette von Nassau-Weilburg, mit der er eine sehr gl?uckliche Ehe f?uhrte. Bemerkenswert ist, dass sie evangelischen Glaubens war und auch nach der Hochzeit nicht konvertierte. Ab 1815 war Karl Gouverneur der Festung Mainz. Diese Stadt liebte er, da er dort Henriette kennengelernt hatte. Karl gilt auch als einer der bedeutendsten Milit?arschriftsteller des 19. Jahrhunderts. Nach dem Tode seines Adoptivvaters Albert von Sachsen-Teschen 1822 erbte Karl dessen G?uter Teschen, Altenburg, Belye, das Palais in Wien und die reiche Kunstsammlung Albertina.
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